20.7.08

 

Spanien will arbeitslose Ausländer in ihre Heimatländer zurückschicken

Quelle: leMatin.ma

Der spanische Ministerrat plant die Rückführung arbeitsloser Ausländer in ihre Heimatländer. Ab nächstem Herbst soll dieser Rückkehrplan in Kraft treten. Der Plan betrifft vor allem arbeitslose Marokkaner, Kolumbianer und Ecuadorianer.

Der spanischen Vizepräsidentin Maria Teresa Fernandez de La Vega zufolge sei dies eine Chance für die Herkunftsländer, da die Rückkehrer erfahrene und gut ausgebildete Arbeiter und Angestellte seien. Den Ausländern soll die Rückkehr schmackhaft gemacht werden, indem erworbene Arbeitslosenversicherungsansprüche auch im Ausland eingelöst werden können.

Vereine, die sich für die Migranten einsetzen, sagen, dass es sich dabei im Höchstfall um Beträge bis zu 5000 Euro handelt, und das auch nur, wenn viele Jahre in die spanische Sozialversicherung eingezahlt wurde.

Wer das Angebot annimmt, muss seine spanische Aufenthaltserlaubnis abgeben und wird mindestens drei Jahre lang keine Erlaubnis mehr erhalten, sich in Spanien niederzulassen. Zurzeit leben mehr als 650.000 Marokkaner in Spanien, von denen viele durch die wirtschaftliche Krise in Spanien zurzeit arbeitslos sind.

Weitere Artikel zu diesem Thema befinden sich hier:
blog: reflexionsautresidees ist der Meinung, der Plan sei rassistisch.
Nouvel Observateur

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