30.6.08

 

Gnaoua-Festival in Essaouira hat stattgefunden

Quelle: Casafree.com

Vom 26. bis 29. Juni stand Essaouira ganz im Zeichen der Gnaoua-Musik. Zum elften Mal wurde das Festival für Gnaoua- und Weltmusik in Essaouira veranstaltet und hat sich in dieser Zeit einen internationalen Ruf erarbeitet. Insgesamt haben in all den Jahren 500.000 Menschen teilngenommen. Das Festival verteilte sich in diesem Jahr auf zehn Plätzen in der Stadt, unter anderem hörte man hier Bana aus Marrakesch oder Mohamed Koyou, aber auch eine traditionelle südkoreanische Gruppe war dabei.

29.6.08

 

Studie zum Lebensstandard in Marokko veröffentlicht

Quellen: L'Opinion.ma und Yawatani.com

Das Hohe Planungskommissariat (Haut Commissariat au Plan (HCP)) hat eine Studie zum Lebensstandard veröffentlicht, derzufolge sich die Ausgaben des durchschnittlichen marokkanischen Haushalts von 8.280 Dirham im Jahr 2001 auf 11.222 Dirham 2007, also um 5,1 %, erhöht haben. Rechnet man die Inflation aus diesem Anstieg heraus, bleibt es bei einem Anstieg um 2,3%.

36% der Marokkaner sagen, dass sie tatsächlich eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage gespürt haben. Vor allem trifft dies wohl auf die ärmsten Schichten zu. Von den 31 Millionen Einwohnern Marokkos gehören 2,8 Millionen zu den Armen, also 9%. 2004 waren es noch 14,2%, 1999 sogar 16,5%. Es gab also deutliche Fortschritte bei der Verringerung der schlimmsten Armut.

Der größte Teil des monatlichen Budgets wird von den Marokkanern für Lebensmittel ausgegeben, allerdings mit fallender Tendenz. An die dritte Stelle der Ausgaben sind Kosten für Transport und Kommunikation aufgestiegen. Dies spricht für höhere Mobilität der Marokkaner und die Verbreitung von Kommunikationsmitteln wie Handys. In der Stadt hat der durchschnittliche Haushalt 1,8 Mal soviel Geld zur Verfügung wie auf dem Land.

26.6.08

 

Besorgte Eltern tun alles für die Bildung ihres Nachwuchses

Quellen:
YaBiladi.com und
Libération.fr

Schon die Zulassung zu den wenigen französischen Grundschulen in Marokko (zum Beispiel der der Mission francaise) ist sehr begehrt und schon Vierjährige werden monatelang im Voraus darauf vorbereitet, sei es durch individuellen Unterricht, sei es in Kindergärten, die sich auf diese Art der Vorbereitung spezialisiert haben.

Seit der kompletten Arabisierung des Erziehungssystems 1989 ist der Zulauf zu den französischen Schulen deutlich angestiegen während gleichzeitig deren Gelder von Frankreich gekürzt werden - deshalb gibt es jetzt Eingangstests und Schulgebühren, die oft die Höhe eines durchschnittlichen marokkanischen Gehalts erreichen.

Im weiteren Verlauf der Schulkarriere der Kinder geht es so weiter. Gefragt sind Privatschulen, und gerade Eltern der Mittelschicht müssen sich oft verschulden, um die Schulgebühren aufbringen zu können. Den öffentlichen Schulen trauen sie nicht viel zu, worin sie durch einen Bericht der Weltbank gestützt werden, die festgestellt hat, dass das marokkanische Schulwesen eins der schlechtesten in der arabischen Welt sei.

25.6.08

 

Neuer Plan für die im Ausland lebenden Marokkaner

Quelle: Le Matin.ma
Ein neuer nationaler Fünfjahresplan zur Verbesserung der Situation der im Ausland lebenden Marokkaner (Marocains résidants à l'étranger, MRE) wurde am 24. Juni 2008 vom zuständigen Minister auf einer Pressekonferenz in Rabat vorgestellt.

Mohammed Amer, der Minister für die im Ausland lebenden Marokkaner, teilte mit, dass sich der Plan auf die Bereiche Pädagogik, Religion und Kultur bezieht. So sei eine Verbesserung des Arabisch-Unterrichts für die Kinder der im Ausland lebenden Marokkaner vorgesehen. Auch die islamische Erziehung solle gestärkt werden und die steuerlichen und zollrechtlichen Probleme dieser Bevölkerungsgruppe sollen geklärt werden.

Außerdem sollen neue Konsulate eröffnet werden und die Investionen von ausgewanderten Marokkanern in Marokko sollen gefördert werden.

22.6.08

 

Marokko schlägt Ruanda im Fußball 2:0

Quelle: Agence de Presse Africaine
Bei den Spielen, die gleichzeitig der Qualifikation im Afrika-Cup und zur nächsten Fußballweltmeisterschaft dienen, hat Marokko Ruanda 2:0 geschlagen.
Die Tore schossen Youssef Safri (11. Minute, Elfmeter) und Nabil Zhar (49. Minute). Die Marokkaner vergaben viele Torchancen, einige Stammspieler der marokkanischen Mannschaft konnten aufgrund von Verletzungen nicht mitspielen.

Marokko hat damit 9 Punkte und übernimmt damit, gemeinsam mit Ruanda, die Führung der Gruppe. Weit dahinter folgt Äthiopien mit 3 Punkten.

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650.000 Marokkaner leben in Spanien

Quelle: Yawatani.com

Das spanische Statistikamt hat ermittelt, dass 644 688 Marokkaner in Spanien leben. Das ist die größte Einwanderergruppe von außerhalb der Europäischen Union.

Zum 1. Januar 2008 hatte Spanien 46,06 Millionen Einwohner, davon 5,22 Millionen Ausländer. Die Marokkaner stellen also 12,3 % der ausländischen Einwohner Spaniens. Damit kommt diese Gruppe der Größe nach direkt nach den Rumänen, von denen 728 967 in Spanien leben, was 14 % der in Spanien lebenden Ausländer sind. Die drittgrößte Gruppe sind die Ecuadorianer, von denen 420 110 in Spanien leben.

Innerhalb eines Jahres ist die Zahl der Marokkaner in Spanien damit um 10% gewachsen, am 1. Januar 2007 lebten erst 582 923 in Spanien.

Update 25. Juni 2008:
Laut YaWatani
stellen die Marokkaner in der Region Katalonien sogar die größte Gruppe von Ausländern mit mehr als 200.000 Marokkanern, die sich hier niedergelassen haben.

20.6.08

 

2009 Wirtschaftswachstum von 6,8% in Marokko erwartet

Quelle: LesEchos.fr
Der marokkanische Wirtschaftsminister Salaheddine Mezouar erklärte am Donnerstag, 19. Juni, er erwarte eine Wachstumsrate von 6,8 % für 2009 gegenüber 6,1% 2008.

Die Inflationsrate solle bei 3% bleiben, genauso das Haushaltsdefizit. Der Haushalt für 2009 werde auf der Basis eines Ölpreises von 120 Dollar pro Barrel berechnet werden gegenüber einem Preis von 75 Dollar 2008.

Die wichtigsten Wirtschaftsdaten seien positiv, und dass trotz einer durchschnittlichen Getreideernte und einer schwierigen internationalen Wirtschaftslage. Dies sei vor allem den Branchen Tourismus, Baugewerbe und öffentliche Aufgaben zu verdanken, so Mezouar. Die Getreideernte sei nur durchschnittliche gewesen, weil es zu wenig geregnet habe.

16.6.08

 

Wohnung zu vermieten - aber nicht an Marokkaner

Quelle: Yabiladi.com
Autor: Mohamed Ezzouak

"Sehr hochwertige Wohnung in Casablanca zu vermieten, nur an Ausländer, 120 m2, 8000 DH" - solche Anzeigen findet man häufig in den marokkanischen Zeitungen.

Während man in Europa aufgrund von Diskriminierungsverboten so eine Anzeige gar nicht schalten dürfte - obwohl man mit "ausländischem" Namen auch in Frankreich manchmal Probleme hat, eine Wohnung zu finden - so sind sich die marokkanischen Wohnungseigentümer keiner Schuld bewusst, wenn sie Wohnungen nur an Ausländer vermieten wollen - alle Marokkaner gelten ihnen offensichtlich als unzuverlässige Mieter, die nicht bezahlen oder betrügen wollen. Schließlich sei es ja ihr Eigentum, sagen sie. Wobei man beachten muss, dass auch andere Afrikaner keine "Ausländer" im Sinne der Anzeige sind, lediglich solvente Europäer sind erwünscht.

15.6.08

 

Marokko engagiert sich im Kampf gegen die Kinderarbeit

Quelle: Magharibia.com

Imane Belhaj in Casablanca

Viele marokkanische Kinder müssen arbeiten. Die marokkanische Regierung engagiert sich, um die Armut zu bekämpfen und die Bildung zu fördern, um dieser Situation ein Ende zu bereiten.

In Marokko gibt es ca. 600.000 Kinder im Alter zwischen 7 und 14 Jahren, die nicht zur Schule gehen. 16 Prozent dieser Kinder müssen arbeiten, um zum Familieneinkommen beizutragen.

Am 12. Juni beging die internationale Gemeinschaft den Tag gegen die Kinderarbeit. Zu diesem Anlass betonte der marokkanische Minister für Arbeit und Berufsausbildung, Jamal Aghmani, wie ernsthaft der Kampf gegen die Kinderarbeit in Marokko geführt werde.

Seit 2004 hat Marokko ein neues Arbeitsgesetz, dass die Beschäftigung von Jugendlichen unter 15 Jahren verbietet, gefährliche Arbeiten für Jugendliche unter 18 Jahren nicht erlaubt und Sanktionen für Arbeitgeber vorsieht, die Jugendliche unter 15 Jahren beschäftigen.

Weitere Maßnahmen gegen die Kinderarbeit in Marokko sind die Verbesserung der Ausbildung und der Lebensbedingungen im ländlichen Milieu und der Kampf gegen den Analphabetismus unter Erwachsenen, damit diese den Wert von Bildung besser verstehen und an ihre Kinder weitergeben können. Da gesetzliche Regelungen allein nicht ausreichen, die Lage der Kinder zu verbessern, richten sich viele Sensibilisierungskampagnen an die Eltern, damit diese ihren Kindern andere Möglichkeiten eröffnen, als in sehr jungen Jahren arbeiten zu gehen.

14.6.08

 

Wissen über Drogenabhängigkeit in Marokko wird erweitert

Quelle: LeMatin.ma . Von Mohamed Badrane | LE MATIN

Der Kampf gegen die Drogenabhängigkeit soll besser organisiert werden.

Man hört in den Medien oft von großen Drogenmengen - meist Cannabis -, die von den Sicherheitskräften sichergestellt werden. Es heißt meist, diese Drogen seien für Europa bestimmt. Von Drogenproblemen in Marokko hört man dagegen selten, obwohl Drogen auch hier ein großes Problem sind. Es gibt zwar nur wenige Studien zu diesem Thema, die letzte stammt aus dem Jahr 2004. Aber alle Beobachter der Situation stimmen darin überein, dass der Verkauf von Drogen in Marokko im großen Stil betrieben wird. Der Handel mit Cannabis und synthetischen Drogen ist so weit verbreitet, dass er sogar in der Nähe von Schulen betrieben wird. Die Situation wird dadurch verschlimmert, dass bestimmte Drogen, die bis vor Kurzem den wohlhabenderen Schichten vorbehalten waren, sich immer weiter verbreiten. Im Moment sind Alkohol, Tabak und Cannabis die am weitesten verbreiteten Drogen. Umso schlimmer, dass es in Marokko nur wenige spezialisierte Organisationen gibt, die sich mit den Drogenabhängigen beschäftigen.

Es gibt nur eine Institution, die sich um Menschen kümmert, die ihre Abhängigkeit beenden möchten. Es handelt sich dabei um das Nationale Zentrum zur Vorbeugung und zur Forschung der Toxikomanie (Centre national de prévention et de recherche en toxicomanie (CNPRT)), das seit dem Jahr 2000 im Krankenhaus Arrazi in Salé besteht. Bisher wurde die Behandlung der Drogenabhängigkeit meist in psychiatrischen Institutionen durchgeführt, was dazu geführt hat, dass viele Abhängige sich nicht dorthin begeben wollte. Da der Drogenmissbrauch so weit in der Gesellschaft verbreitet ist, gibt es auch eine hohe Zahl an Rückfällen nach Drogenentzügen.

Diesen Problemen soll durch einen neuen Studiengang, der "Addictologie", begegnet werden, der seit diesem Jahr an der Fakultät für Medizin und Pharmazie in Casablanca angeboten wird. Soumeya Berrada, Professeurin im psychiatrischen Zentrum Ibn Rochd, betont, wie wichtig das es für Mediziner ist, die neurobiologischen, soziologischen, psychologischen und kulturellen Hintergründe der Abhängigkeit zu kennen.

In wenigen Monaten werden die ersten Spezialisten für Drogenabhängige ihre Dienste in den Krankenhäusern antreten. Viele werden im Norden des Landes eingesetzt werden - aber kein Winkel des Landes entkommt dem Drogenproblem.

12.6.08

 

Reisen: Viele Buchungen, aber Ölpreis könnte sich noch negativ auswirken

Quelle: Agence France Presse (AFP)

Die Franzosen buchen eifrig ihre Urlaubsreisen, momentan ist Hochsaison bei den Reiseveranstaltern. Trotzdem machen diese sich Sorgen, ob der hohe Ölpreis auf lange Sicht die Verbraucher verunsichern kann und für einen Rückgang der Reisezahlen sorgen wird.

Bisher liegen die Buchungszahlen 4,4 % über denen des Vorjahres.

Bei den beliebtesten Urlaubszielen haben die Vereinigten Staaten (+32,1%), die Türkei (+33,8%) und Ägypten (+22,7%) stark zulegen können. Marokko musste einen Rückgang an Buchungen hinnehmen (-8,9%), obwohl es für die Franzosen immer noch das häufigste Reiseziel im Ausland ist.

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11.6.08

 

Steuergeschenk für Heimkehrer

Quelle: Yabiladi.com

Seit dem 25. März 2008 erhalten marokkanische Rentner, die bisher im Ausland lebten und sich nun entschließen, endgültig nach Marokko zurückzukehren, ein Steuergeschenk - der Zoll für die Einfuhr eines Autos wird für sie 75 % günstiger.

Um diese Vergünstigung zu erhalten, muss man allerdings einige Bedingungen erfüllen: Es darf sich bei dem Wagen nicht um ein Nutzfahrzeug handeln, jeder Heimkehrer darf nur ein Auto einführen und die so eingeführten Kraftfahrzeuge dürfen frühestens nach vier Jahren weiterverkauft werden. Außerdem muss der Rentner momentan mindestens 60 Jahre alt sein - diese Grenze kann sich allerdings noch ändern.

10.6.08

 

Die berühmten Geschichtenerzähler von Marrakeschs Jemaâ El Fna-Platz vom Aussterben bedroht

Quelle: Agence France-Presse (AFP)
Die berühmten Geschichtenerzähler vom Jemaâ El Fna-Platz in Marrakesch, von der UNESCO als schützenswertes Erbe der Menschheit anerkannt, wird es anscheinend bald nicht mehr geben.

"Das Schicksal der Erzähler ist es, zu Verschwinden", sagt Abdelhay Nafiî ohne Umschweife. Er ist Verantwortlicher des Verbandes der Fachleute der Halqa für das Schauspiel und das Kulturerbe (die Halqa ist der Kreis der Zuhörer um den Erzähler).

"Die Erzähler, die ihr Metier meisterlich verstanden, sind tot, und was man heute erzählt, sind nur Legenden aus früheren Zeiten", so ein etwa sechzigjähriger Verkäufer von Fleischspießen.

Der Rauch von Gegrilltem lockt am frühen Abend marokkanische und ausländische Touristen auf den aus dem 16. Jahrhundert stammenden Platz, der sich in ein buntes Freiluftrestaurant verwandelt. Man findet hier Kartenlegerinnen, Schlangenbeschwörer, Gnaoua-Musikgruppen, Affendompteure und Verkäufer von allerlei Mittelchen, Getränken oder Parfum - aber keine Erzähler. "Wir sehen manchmal einen, einen einzige, der seine Halqa vor dem Café France hat, aber heute ist er nicht gekommen", sagt ein Orangensaftverkäufer dem Journalisten von AFP.

"1970 gab es noch 18 Erzähler, heute sind es nur noch sieben", beklagt sich Mohamed Bariz (49 Jahre), einer der letzten seines Metiers. Der großartige Erzähler der Geschichten von Tausendundeiner Nacht und der großen arabischen Epen mit seinem grauen Bart und seinen großen Brillengläsern gibt zu, nur sehr selten auf den Jemaâ El Fna-Platz zu kommen, meist um auszuprobieren, wie zeitgenössische Texte in der mündlichen Erzählung funktionieren.

"Das Fernsehen, vor allem die Zeichentrickserien, ersetzen immer mehr die Gutenachtgeschichten, die die Eltern früher ihren Kindern erzählten und die sie damit zum Träumen brachten", sagt er. "Es gibt kaum Nachwuchs. Der Beruf ist schwer und bringt nicht viel ein. Es ist viel schwieriger, das Publikum mit Worten zu fesseln als zum Beispiel mit Trommeln oder Gesang", erklärt er.

Zu den "Prämien", welche die Erzähler angeblich von der UNESCO erhielten, wie in der Presse zu lesen war, sagt er: "Wir haben früher gut unseren Lebensunterhalt verdient, nach jeder Geschichte zeigten sich die Zuhörer spendabel. Nun aber sagen sie uns: Ihr werdet doch sowieso von der Stadtverwaltung und der UNESCO bezahlt".

Dabei stimmt das gar nicht, keinerlei Vergütung erfolgt durch die UNESCO, wie Philippe Queau, Direktor des UNESCO-Büros in Rabat, der AFP versichert. "Wir bezahlen den Erzählern kein Geld. Wir haben pädagogische Maßnahmen finanziert, bei denen einzelne Erzähler an die Schulen in der Region Marrakesch gegangen sind", stellt er klar.

"Die UNESCO ist sehr am Erhalt des immateriellen Erbes auf dem Jemaâ El Fna-Platz interessiert", bestätigt Philippe Queau. "Aber die Maßnahmen zum Schutz dieses Erbes muss der marokkanische Staat ergreifen, wir können höchstens technische Hilfe leisten, wenn wir darum gebeten werden."

Der Erzähler Mohamed Bariz hat auch eine Meinung dazu, was man tun müsste, um die Erzählkunst am Leben zu erhalten: Es müsste eine Schule geben, an der junge Erzähler ausgebildet werden, die Erzähler bräuchten ein symbolisches monatliches Gehalt und eine Krankenversicherung.

8.6.08

 

Marokkanische Abiturprüfungen 2008 beendet

Quelle: magharebia.com

Vom 3. bis 5. Juni 2008 fanden in Marokko die jährlichen zentralen Abiturprüfungen statt.

Bericht von Imane Belhaj für Magharebia in Casablanca – 06. Juni 2008
Am 5. Juni ging die dreitägige Abiturprüfungszeit in Marokko zu Ende. Mehr als 300.000 Prüfungskandidaten haben die Prüfung abgelegt, überwacht von 47.000 Aufsichtspersonen und 1400 Inspektoren. Die Prüfungen fanden in mehr als 20.000 Räumen statt in 1300 Prüfungszentren, die sich über das ganze Land verteilen. Dieses Jahr nahmen 6 % mehr Schüler an den Prüfungen statt als im letzten Jahr. Die ganze Operation verlief ohne Zwischenfälle und nach Aussagen von Lehrern und Schülern an einigen Schulen hatten die Fragen ein gutes Niveau und deckten den durchgenommenen Stoff ab. 44.8% der Prüfungsteilnehmer waren weiblich.

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Marokkos Fußballmannschaft schlägt Mauretanien 4:1

Quelle: Babnet.net
Marokkos Fußballnationalmannschaft hat am Samstag, 7. Juni 2008, Mauretanien mit 4:1 Toren besiegt. Es handelte sich um ein Qualifikationsspiel sowohl für den Afrikacup als auch gleichzeitig für die nächste Fußballweltmeisterschaft.

Die Tore schossen Tarik Sektiou (8. Minute), Abdessalam Benjelloun (36. Minute), Youssef Safri (59 Minute) und Houssine Kharja (79. Minute).

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Marokko ordert 24 Jagdflugzeuge es Typs F16

Quelle: Afriqueenligne.com

Die marokkanische Presse berichtete am Samstag, 7. Juni 2008, dass Marokko seine Bestellung von 24 Jagdflugzeugen des Typs F16 beim amerikanischen Hersteller Lockheed-Martin bestätigt hat. Der Preis dafür liege bei 233 Mio US-Dollar. Die erste Lieferung soll 2011 erfolgen.

Im vergangenen Dezember hatte das amerikanische Verteidigungsministerium angekündigt, 24 F16-Flugzeuge und zusätzliche Ausrüstung und Dienstleistungen im Gesamtwert von geschätzten 2,4 Milliarden US-Dollar an Marokko zu verkaufen. Marokko ist weltweit das 25. Land, das F16-Flugzeuge bestellt.

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5.6.08

 

Mehr Verkehr zwischen Sète und Tanger

Quelle: Le Monde Diplomatique, 2007
Nur drei Schiffe stellen die Verbindung zwischen den Häfen von Sète in Südfrankreich und Tanger in Nordmarokko sicher:
Die Biladi mit 1200 Plätzen, die der privaten marokkanischen Gesellschaft Comarit gehört und die beiden Schiffe der Comanav, einer Reederei, die bis vor Kurzem noch in staatlicher (marokkanischer) Hand war. Diese beiden Schiffe sind die Marrakech mit 620 Plätzen und die Marrakesh Express mit 830 Plätzen.

Diese drei zusammen transportieren jedes Jahr 200.000 Passagiere. "90% davon sind marokkanische Immigranten", sagt Philippe Sala von Euromer, einem Reisebüro in Montpellier, Frankreich, das zwei Drittel der Fahrkarten der Fähren verkauft. "Und der Verkehr steigt. Bisher "rissen" die Familien die 1500 Kilometer Strecke durch Spanien bis Algesiras ab. Aber nun werden die Väter älter und gesetzter und gönnen sich den kleinen Luxus einer Kreuzfahrt." Philippe Sala reibt sich die Hände: Die marokkanische Regierung hat gerade die Comanav an CMA-CGM verkauft, die sehr große Reederei des Franco-Libanesen Jacques Saadé, deren Hauptsitz in Marseille liegt.

Die CMA-CGM könnte also jederzeit entscheiden, zusätzliche Schiffe auf der Linie einzusetzen. Philippe Sala ist von der Idee begeistert und meint, dann könne man die alten Boote endlich außer Dienst stellen, die zum Teil dreißig Jahre und älter sind und höchstens 18 Knoten in der Stunde schaffen. Neue Schiffe, die 28 Knoten schnell sind, würden eine Verbindung von Sète nach Tanger in 24 Stunden möglich machen - und das vielleicht sogar zum selben Preis wie derzeit.

Service:
Webseite der Reederei Comanav
Webseite der Reederei Comarit
Reisebüro, über das man die Fährfahrten buchen kann: Sahara Wings

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Science-Fiction in der arabischen Literatur

Quelle: heise.de

Während sich die europäische Literaturwissenschaft schon seit einigen Jahrzehnten mit der zeitgenössischen utopischen Literatur beschäftigt, fand das erste Symposium zur "Arabischen Literatur und Science Fiction" erst im April 2006 statt. An der Fakultät für Literatur und Humanwissenschaften im marokkanischen Casablanca wurde darüber diskutiert, ob es in der arabischen Welt überhaupt ein Bewusstsein für SF gibt, warum SF den arabischen Autoren keinen Spaß macht und wie sich die mangelnde Verbreitung dieser Literaturgattung, auch im akademischen Sektor, überhaupt erklären läßt.


Unter der Leitung des Professors für arabische Literatur Dr. Idriss Qassouri referierten die Teilnehmer über die paar wenigen Romane arabischsprachiger Autoren, die sich mit Themen der Zukunft beschäftigen. Man analysierte den Ist-Zustand und bemängelte anschließend, dass sich auch Literaturkritiker nicht ausreichend mit dem Genre beschäftigen. Eine fundierte Analyse vorzulegen fiel allerdings schwer, denn es gibt "viel zu viel westliche Theorie für viel zu wenig arabisches Material."

Für dem Umgang mit dieser Literaturgattung war bislang eher die folgende Sichtweise charakteristisch: Noch 1987 wurde auf einem großen Symposium über Kinderbücher in den Ländern der Golfstaaten die SF-Literatur zwar als "grundsätzlich anregend" bezeichnet, aber die Geschichten und TV-Serien sollten doch besser in einer den arabischen Kindern gewohnten Umwelt spielen, sich aus der arabischen Kultur ableiten und außerdem auch zu den Glaubensgrundsätzen des Islam passen. Das Motto lautete: "Die Phantasie des Kindes soll befreit werden - aber in anerkannten Grenzen."

Erst Mitte 2005 konnte Sifat Salameh, eine in den USA lebende ägyptische SF-Expertin, die arabischen Bildungssysteme kritisieren, denen sie vorwirft, Phantasie und Kreativität nicht ausreichend zu unterstützen. Sie forderte, SF in den regulären Unterricht an Schulen und Universitäten der arabischen Welt zu integrieren:


Die Wichtigkeit der Literaturgattung SF liegt darin, daß sie die kreative Phantasie des Lesers anregt und seine Vorstellungskraft stärkt. Sie ist regelrecht notwendig, um die Erfindungsgabe zu entwickeln und um schon früh die Kreativen und die Ausnahmen zu entdecken, damit unsere arabische Welt eine Generation entdeckungsfreudiger Wissenschaftler erhält.

In ihrem Essay in der in London erscheinenden Tageszeitung al-Scharq al-Awsat zitierte sie auch den ägyptischstämmigen Nobelpreisträger [extern] Ahmed Zewail:


Der wirkliche Wissenschaftler, der seine Arbeit liebt, muss träumen, denn wenn er sich die Welt nicht selbst vorstellt und träumt, dann wird er stets nur dasselbe wie seine Vorgänger machen und dem nichts mehr hinzufügen."

Auf dem 1. Internationalen Konferenz zum Thema Cyber-Law, das die Arabische Liga im August 2005 in Kairo veranstaltete, referierte der informationstechnologische Berater der Liga Zayn Abdelhadi dann sogar schon über den Einfluß der SF auf die Gesetzgebung der Virtualität. Er bewies damit, daß die SF über den Umweg der neuen Technologien auch im arabischen Raum langsam an Akzeptanz gewinnt - selbst wenn er William Gibsons berühmten Roman mit orientalischer Verklärung "New Romancer" schreibt. [Oder war"s der Säzzer?]

Die Probleme der arabischen Gegenwart mit Phantasie und Vision verwundern eigentlich, denn genau wie in Europa gab es auch hier schon frühe Utopien im Sinne "perfekter Gesellschaften" - beispielsweise die des Philosophen Abu Nasr Muhammad al-Farabi in seinem Werk "Meinungen der Bewohner einer vortrefflichen Stadt". Bereits 500 Jahre vor dem "Utopia" des Thomas Morus beschrieb al-Farabi ein Leben in Glück und Wohlstand, da der optimale Staat die bösen Regungen der Menschen beseitigt hatte. Oder die futuristische Erzählung al-Qazwinis über den von einem fernen Planeten zur Erde gekommenen "Awaj bin Anfaq", die um 1250 n.Chr. entstanden ist. Doch im Unterschied zu Europa blieben solche Texte seltene Ausnahmen. Sie kamen viel zu früh und konnten wohl daher auch noch nichts bewirken.

Heute dagegen wird die geringe wissenschaftliche Bildung der Massen (und der Autoren) beklagt, wenn auch [extern] nicht ohne Selbstkritik. Doch Wissenschaftler wie Hoyle, Asimov oder Sagan, die über die Grenzen des Bekannten hinaus denken, schreiben und begeistern, gibt es in der arabischen Welt noch nicht. Und auch nicht einen Verlag mit dem Mut, Übersetzungen von "Harry Potter" in Auftrag zu geben (was in 62 anderen Sprachen vorzüglich geklappt hat.)


4.6.08

 

Lebenshaltungskosten in Marokko gestiegen

Quelle: Xianhuanet.com
Der Lebenshaltungskostenindex in Marokko ist im April im Vergleich zum Vormonat um 1,3 % gestiegen. Dies geht aus der monatlichen Veröffentlichung des Hohen Planungskommissariats (Haut Commissariat au Plan, HCP) hervor. Die Steigerung sei vor allem auf einen Anstieg bei den Preisen der Lebensmittel zurückzuführen. Lebensmittelpreise stiegen um 2,5 %, während der Preis der anderen Produkte nur um 0,2 % im Vergleich zum Vormonat anstiegen.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Lebenshaltungskosten in Marokko um 3,7 % angestiegen.

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3.6.08

 

Modeschöpfer Yves Saint Laurent wird in Marokko seine letzte Ruhe finden

Quelle: afrik.com
Die Asche von Yves Saint Laurent, der am Sonntag, 1. Juni 2008 in Paris verstarb, wird in seinem Anwesen "Majorelle" in Marrakesch beigesetzt werden. Das Anwesen erwarb er zusammen mit seinem Partner Pierre Bergé in den 80er Jahren.

Yves Saint Laurent, der in Algerien geboren wurde und aufwuchs, entdeckte 1967 Marrakesch für sich. Sein letzter Aufenthalt in Majorelle fand 2006 statt, als er einen Urlaub in Tanger verbrachte, wo er ebenfalls ein Haus besaß.

Update: Einen sehr ausführlichen Artikel von Agence France Press zum Haus von Yves Saint Laurent in Marrakesch und zum Einfluss Marokkos auf seine Kollektionen findet man hier:
http://www.lexpress.fr/culture/yves-saint-laurent-citoyen-de-marrakech_507475.html

Einen deutschsprachigen Artikel zu Yves Saint Laurent brachte n-tv

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2.6.08

 

Sprachen in Marokko

Quelle: bibliomonde.com
Marokko ist ein Land der Berber, seit 13 Jahrhunderten zum Teil arabisiert und auch Einflüssen aus Spanien und Frankreich ausgesetzt. Dies bezeugt die Sprachenlandschaft in Marokko.

Arabisch ist die einzige offizielle Sprache und die Muttersprache von etwa zwei Dritteln der Bevölkerung. Es ist auch die Sprache der verbreitetsten Religion - des Islam. Man muss aber unterscheiden zwischen dem offiziellen Arabisch, dem Arabisch der Administration und dem arabischen Dialekt, der in Marokko gesprochen wird, dem "Darija". Dieser Dialekt wird von allen Marokkanern gesprochen, auch wenn ein Drittel von ihnen zunächst eine andere Muttersprache, nämlich eine Berbersprache, erlernt hat. Erst seit Kurzem wird der Dialekt auch im Fernsehen benutzt.

Es gibt noch zwei weitere, wenig verbreitete Varianten des Arabischen: Das Judeo-Marokkanische, das von wenigen 1000 Sprechern in Marokko benutzt wird und von ca. 200.000 Sprechern in Israel und einigen 10.000 in Frankreich, und das Hassania-Arabische, das von einigen 10.000 Personen im äußersten Süden (Region Tan Tan) gesprochen wird.

Berbersprachen (Amazigh) werden von ca. 40 % der Bevölkerung gesprochen, im offiziellen Leben existieren sie aber so gut wie nicht. Wie im Arabischen, gibt es auch bei den Berbersprachen verschiedene Dialekte:
- der Rif-Dialekt, der im Rifgebirge gesprochen wird
- das Tamazight, das im mittleren Atlas und zum Teil im hohen Atlas gesprochen wird. Tamazight hat ein Alphabet (Tifinagh), das auch von den Tuareg benutzt wird
- das Tachelhit, das von den Chleuh-Berbern (sprich: "Schlöh") im hohen Atlas gesprochen wird, im Sous-Gebiet und an der Küste im Süden Marokkos.

Diese drei Dialekte sind auch in Algerien und Frankreich in Gebrauch. Es gibt einige wenige Bücher und Zeitschriften, die in einem Berberdialekt veröffentlicht werden. Viele der Berbersprecher können nicht lesen, da sie es in Marokko nie gelernt haben. Der Status der Berbersprache war lange Zeit ein Tabu in Marokko und in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts sind einige Lehrende, die sich für die Berbersprache eingesetzt haben, sogar verhaftet worden, weil sie gefordert haben, dass das Amazigh eine offizielle Sprache Marokkos werden solle.

Die Berberfrage
Vor allem unter König Hassan II. ist die Berberfrage Tabu. Doch bereits in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts verspricht er, dass die Sprache der Berber offiziell unterrichtet werden soll (was zu seinen Lebzeiten jedoch nicht mehr passiert) und erlaubt kurze Fernsehnachrichten auf Berber.

Nach dem Tod Hassan II. wird die Berberbewegung noch stärker. Mohammed VI., der seinem Vater Hassan II. auf den Thron folgte, gibt 2001 die Gründung eines nationalen Instituts für Berberstudien bekannt (Institut national pour les études berbères). Unter Mohammed VI. wurden außerdem die Fernsehprogramme auf Berber deutlich ausgeweitet.

Andere Sprachen
Französisch auf verschiedenen Niveaus wird von großen Teilen der Bevölkerung gesprochen, vor allem in den Städten und in den gebildeten Schichten. Der größte Teil der Zeitungen in Marokko wird auf französisch herausgegeben und immerhin ein Drittel der Bücher, die in Marokko verlegt werden.

Spanisch wird zum Teil noch im Norden gesprochen, dem Teil Marokkos, der einmal zu Spanien gehörte. Vor allem ältere Leute benutzen es noch.

 

Marokko nimmt an UN-Konferenz zur Nahrungsmittelkrise teil

Quelle: LeMatin.ma
Marokko wird an der vom 3. bis 5. Juni in Rom stattfindenden Konferenz der Vereinten Nationen zur Nahrungsmittelkrise teilnehmen. Organisator ist die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO), Marokko wird von Premierminister Abbas El Fassi vertreten.

Themen der Konferenz werden sein:
Die Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln
Effekte des Klimawandels auf die Landwirtschaft
Der Zusammenhang der Nahrungsmittelsicherheit, dem Klimawandel und der verstärkten Nutzung von Bioenergie

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1.6.08

 

Marokko schlägt Äthiopien 3:0

Quelle: Agence de Presse Africaine

Beim Fußballspiel gegen Äthiopien gewann die marokkanische Nationalmannschaft am Samstag Abend, 31. Mai 2008, in Casablanca mit 3:0. Das Spiel zählt bei der Qualifikation für den Afrika Cup und für die Weltmeisterschaft 2010. Die Tore schossen Benjelloune, Aboucharwane und Houcine Kharja.

Zurzeit wird die "Löwen des Atlas" genannte Nationalmannschaft von Fathi Jamal trainiert. Ab Juli wird der Franzose Roger Lemerre der Trainer der marokkanischen Fußballnationalmannschaft sein. In weiteren Spielen wird Marokko gegen Ruanda und Mauretanien antreten.

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